Ich lebe nicht ein Leben. Also irgendwie schon. Vielleicht trifft das Wort Identitäten eher. Oder Welten. Drei, vielleicht vier Seiten, die sich teilweise überschneiden. Teilweise aber auch sehr stark differenzieren. Kaum ein befreundetes Wesen kennt mehr als eine Welt. Keines alle...

Meistens sind die für mich irgendwie im Einklang. Ergänzen sich. Erfüllen bestimmte Bedürfnisse in mir. Manchmal, gerade wenn ich gestresst bin, fühlt es sich manchmal eher nach einem Jonglieren an. Irgendwie den verinnerlichten, aber nicht wirklich existenten Anforderungen gerecht werden. Selten überfordert mich eine der Welten. Manchmal auch zwei im Zusammenspiel. Dann schließe ich die Welt ab. Verschwinde aus ihr. Manchmal für kurze Zeit. Manchmal für längere Zeit. Wenn ich wiederkomme, kann alles so bleiben wie es ist. Oder ich muss Dinge verändern, anpassen. Und selten fühle ich mich von der Dissonanz zweier Welten zueinander zerrissen.

So zerrissen, dass ich Dinge von einer Welt in einer andere Welt bringen muss, um den Gleichklang wieder herzustellen. Nicht unbedingt etwas, dass exakt so auch in der ersten Welt existiert, aber doch soviel, dass es sich für mich wieder richtig, wieder nach mir anfühlt.