Letztes Jahr hätte ich das so nicht mehr gedacht. Es gibt die Evolution, das kann nach den wissenschaftlichen Methoden, an die ich glaube, als erwiesen betrachtet werden. Ich habe mich jedoch immer gefragt, ob das auch noch für die Menschheit, den Menschen an sich gilt.

Evolution ist nichts, was wir aktiv machen, sondern beruht ja darauf, dass auf die Population ein externer Druck ausgeübt wird, der bestimmte Genotypen früher sterben lässt oder die Vermehrung anderer Genotypen fördert. Ersteres sind in der Regel Krankheiten oder Fressfeinde. Beides hatte jedoch die moderne Medizin in vielen Bereichen unter Kontrolle gebracht.

Evolution ist nicht das Überleben des stärksten Individuum oder des stärksten Genotyp, sondern das Überleben des am besten angepassten Individuum.

Betrachten wir nun die Gesellschaft als Individuum, so muss ich in der aktuellen Krise zugestehen, dass es Gesellschaften (Nationen) gibt, die mit der Krise besser umgehen, als wir in Deutschland. Diese schlechtere Anpassung und Reaktion an die äußeren Gegebenheiten führt dazu, dass in Deutschland mehr Menschen sterben werden, als in Ländern mit besserer Anpassung. Auch dies ist eine Art des Evolution. Wie sind die „Verlierer“, aber die Evolution lebt!